Toby Grey Next - Kunstgalerie

  TOBY GREYbetween machine and mind 

FRAGMENTIERTE GEGENWART

Ein 3×2,5 m großes Holzrelief, das die visuelle Überforderung moderner Städte verdichtet.
Schichten, Fragmente und Strukturen überlagern sich wie Eindrücke, die nie zur Ruhe kommen.

DOROGO 2022

Ich arbeite an der Grenze zwischen Körper und System, zwischen dem, was wir fühlen, und dem, was uns formt.

Meine Werke entstehen nicht aus einer Theorie. 

Sie entstehen aus dem, was ich nicht loslassen kann – 

Orte, Bewegungen, Momente, 

in denen etwas sichtbar wird, das sonst unsichtbar bleibt.

Die Maschine ist längst kein Werkzeug mehr. Sie ist Umgebung. Sie ist Sprache. Sie ist, was übrig bleibt, 

wenn man aufhört zu fragen.

KÜNSTLERBIOGRAFIE 
 

Toby Grey arbeitet mit digitalen Bildprozessen, algorithmischen Strukturen und analogen Materialien. Seine Praxis umfasst drei zentrale Bereiche: digitale Serien, prozessbasierte Bilduntersuchungen und handgefertigte Reliefs aus Holz.

Im Projekt The Machine untersucht er visuelle Entscheidungen, die durch algorithmische Abläufe entstehen. Die Arbeiten basieren auf Daten, Fragmenten und wiederkehrenden Mustern, die durch maschinelle Prozesse geformt werden.

Die Serie Das Innere konzentriert sich auf psychische und emotionale Zustände. Die Bilder entstehen durch Überlagerungen, intuitive Eingriffe und Verdichtungen, die innere Prozesse sichtbar machen, ohne sie zu interpretieren.

Parallel dazu entstehen Holzreliefs, die durch Schichtungen, Einschnitte und rhythmische Strukturen geprägt sind. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Fläche und Raum und fokussieren auf Material, Form und Licht.

In Ausstellungen werden diese Werkgruppen nebeneinandergestellt, um unterschiedliche Bildlogiken, Materialien und Prozesse sichtbar zu machen.

Ich habe die Welt in sehr vielen Facetten erlebt – verschiedene Kulturen, Lebensweisen und Menschen haben mich herausgefordert. In Gemeinschaften, in der Natur und in urbanen Räumen lebend, habe ich nicht nur die äußere Welt entdeckt, sondern auch mich selbst. Diese Erfahrungen haben mich zu meiner heutigen Aufgabe geführt: meine Perspektiven durch Farben und Formen auszudrücken. Meine Lebenserfahrung ist eine Geschichte, die ich erzählen möchte– voller Erkenntnisse, Begegnungen. Ich habe erkannt, dass meine Art zu denken und zu fühlen anders ist, dass meine Perspektiven mich tief bewegen und entwickeln. Die Arbeit mit Menschen bildet das Fundament meines Lebens. Mein halbes Leben lang habe ich meine Erfahrungen weitergegeben, geholfen, inspiriert und zur Entwicklung anderer beigetragen. Nun fließt all das in meine kreative Arbeit und ist ein Ausdruck dessen, was ich erlebt habe und wie ich die Welt sehe. Ob es den aktuellen Zeitgeist trifft oder erst später Bedeutung findet, spielt keine Rolle – entscheidend ist, dass es aus meiner persönlichen Geschichte erwächst.
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